Kopf.jpg
Wohnhaus mit Stickereigebäude

Der Gebäudebestand der Schaustickerei stammt aus den Jahren 1897-1902. Damals ließ Max Vollstädt ein Wohhaus errichten, dem später ein Hofgebäude für 10 Stickmaschinen hinzugefügt wurde. Es waren die Jahre des Booms der Plauener Stickereiindustrie.
Der Stickereibetrieb wurde erst 1997 stillgelegt. Die Gebäudesubstanz und der Maschinenpark konnten weitgehend im Originalzustand erhalten werden.

Wunderwerke historischer Technik

Erfindergeist und ausgeklügelte Ingenieurleistungen begeistern noch heute. Gerade die Vogtländische Maschinenbau AG (VOMAG) in Plauen war damals einer der weltweit führenden Stickmaschinenbauer.
Von den Anfängen der Maschinenstickerei bis zum funktionstüchtigen Stickautomaten wird in der Schaustickerei die gesamte technische Entwicklung gezeigt und vorgeführt.

Musterentwurf und Musterzeichnung

Dem eigentlichen Produktionsprozess geht der Entwurf des Musters und das Zeichnen der Stickvorlage voraus.
Die Musterentwerfer der Spitzen- und Stickereiindustrie wurden an der Kunstschule in Plauen ausgebildet - mit großem Erfolg: Auf den Messen und Ausstellungen um 1900 wurde achtungsvoll vom "Wunder der Plauener Musterung" gesprochen.

Eine Spitzendecke entsteht

Die Spitzendecke ist ein einzigartiges Erzeugnis der vogtländischen Stickereiindustrie. Viele Arbeitsschritte sind notwendig bis dieses filigrane Meisterwerk entsteht. Im letzten Schritt nähen geschickte Frauenhände aus kleinen Spitzenelementen das fertige Kunstwerk. Die Arbeit wird mit Spezialnähmaschinen ausgeführt.
Unsere Stickerinnen beherrschen diese und viele andere alte Techniken noch heute.