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Wohnhaus mit Stickereigebäude

Der Gebäudebestand der Schaustickerei stammt aus den Jahren 1897-1902. Damals ließ Max Vollstädt ein Wohhaus errichten, dem später ein Hofgebäude für zehn Stickmaschinen hinzugefügt wurde. Es waren die Jahre des Booms der Plauener Stickereiindustrie.
Der Stickereibetrieb wurde 1996 stillgelegt. Die Gebäudesubstanz und der Maschinenpark sind weitgehend im Originalzustand erhalten.

Wunderwerke historischer Technik

Erfindergeist und ausgeklügelte Ingenieurleistungen begeistern noch heute. Gerade die Vogtländische Maschinenbau AG (VOMAG) in Plauen war damals einer der weltweit führenden Stickmaschinenbauer.
Von den Anfängen der Stickerei bis zum Stickautomaten wird in der Schaustickerei die gesamte technische Entwicklung gezeigt und auf historischen Maschinen vorgeführt.

Musterentwurf und Musterzeichnung

Dem eigentlichen Produktionsprozess geht der Entwurf des Musters und das Zeichnen der Stickvorlage voraus.
Die Musterentwerfer der Spitzen- und Stickereiindustrie wurden an der Kunstschule in Plauen ausgebildet - mit großem Erfolg: Auf den Messen und Ausstellungen um 1900 wurde achtungsvoll vom "Wunder der Plauener Musterung" gesprochen.

Eine Spitzendecke entsteht

Die Spitzendecke ist ein typisches Erzeugnis vogtländischer Stickerei. Viele Arbeitsgänge sind notwendig bis dieses filigrane Meisterwerk entsteht. Im letzten Schritt nähen geschickte Frauenhände aus kleinen Spitzenelementen das fertige Kunstwerk.
Unsere Stickerinnen beherrschen diese und viele andere Sticktechniken noch heute.